Update: 1. Januar 2009: Unlock für iPhone veröffentlicht
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Das iPhone 3G ist in Deutschland offiziell nur bei T-Mobile zu haben. Die erste iPhone-Generation von T-Mobile wurde einige Wochen lang wegen eines Rechtsstreits mit Vodafone auch in einer entsperrten Version angeboten. Für das iPhone 3G warten aber vor allem Vielreisende aus Deutschland auf eine vernüftige Offerte von T-Mobile, die ihnen ermöglicht, das Apple-Smartphone preisgünstig mit einer Prepaid-Karte im Ausland einsetzen zu können, um die horrenden Daten-Roaming-Gebühren zu vermeiden. An einer entsperrten Version des iPhone 3G sind aber auch viele Geschäftsleute interessiert, die über die Rahmenverträge ihrer Unternehmen an andere Provider wie Vodafone, E-Plus oder O2 gebunden sind und trotzdem ein iPhone 3G einsetzen wollen.
Im Gegensatz zur ersten Generation des Apple-Handys gibt es für das iPhone 3G (noch) keinen Software-Unlock, um die Netzsprerre für das iPhone 3G. Das iPhone Dev-Team arbeitet zwar an dem Unlock, doch diesmal haben sich die Schutzmechanismen von Apple als deutlich wirksamer erwiesen als beim ersten Wurf. Update:Inzwischen liegt ein Unlock von dem iPhone Dev-Team vor.
Doch auch ohne Unlock kann man auch in Deutschland oder Österreich ein iPhone ohne Sperre erhalten. In etlichen Ländern, die Apple nun mit iPhones beliefert, schreiben die Gesetzgeber vor, dass Handys auch ohne SIM-Lock oder Net-Lock angeboten werden müssen. In anderen Ländern müssen Provider (gegen ein bestimmtes Entgelt) ihren Kunden die Option anbieten, die Netzsperre aufzuheben.
Zu den Ländern, in denen es “unlocked versions” des iPhone 3G gibt, gehören Hongkong, Macau, die Schweiz, Neuseeland, Singapur, Russland, Tschechien und Südafrika. Ich würde aber allen Interessenten aus Deutschland oder Österreich empfehlen, sich in der Europäischen Union umzuschauen. Denn innerhalb der EU kann ein iPhone ohne Einfuhrumsatzsteuer und Zoll frei transportiert oder verschickt werden. Nach der kräftigen Preiserhöhung bei den Schweizer Providern lohnt der iPhone-Tourismus zu den Eidgenossen sich nicht mehr.
Besonders attraktiv sind die Offerten von Vodafone in Griechenland und Italien. Die englischsprachige Version der griechischen Vodafone-Website macht in diesen Tagen schon mit dem Smartphone von Apple auf. Für 499 Euro gibt es dort die 8GB-Variante des iPhone 3G, das 16GB-Modell kostet 569 Euro. Das entspricht exakt den Preisen, die Vodafone Italien für entsperrte iPhones verlangt. In Belgien bietet Mobistar das iPhone 3G für 525 Euro bzw. 615 Euro an. In der Slowakei verlangt Orange umgerechnet 525 Euro bzw. 625 Euro.
Die offiziellen iPhone-Anbieter in Griechenland, Italien, Belgien und den anderen “Unlocked”-Ländern dürfen allerdings die iPhones nicht proaktiv in Ausland, also beispielsweise nach Deutschland oder Österreich, verschicken. Daher kann man das Apple-Handy leider nicht einfach über die Online-Shops der Provider nach Hause ordern. Wenn man aber ohnehin in diesen Ländern unterwegs ist, reicht in der Regel die Vorlage eines Personalausweises aus, um ein iPhone 3G kaufen zu können. Wer nicht gerade einen Trip nach Griechenland, Italien oder Belgien gepalnt hat, kann sich natürlich auch von bekannten oder Kollegen ein Smartphone mitbringen oder zusenden lassen.
Die entsperrten iPhones kommen aber auch auf anderen Wegen zu uns. Vor allem der Online-Marktplatz eBay listet hunderte von “unlocked iPhones”. Die eBay-Händler lassen sich natürlich ihre Dienstleistung vergüten und schlagen bis zu 150 Euro auf den Verkaufspreis in den Handy-Shops auf.
Wie bei jeder eBay-Auktion sollte man besonders misstrauisch sein, wenn jemand ein entsperrtes iPhone deutlich unter 500 Euro anbietet. Das riecht nach Betrug. Wer bei einem Powerseller ein iPhone einkauft, der schon viele andere Kunden gut bedient hat, geht dagegen nur ein geringes Risiko ein.
Man kann das Restrisiko bei einem Einkauf via eBay noch weiter verringern, in dem man zur Bezahlung den eBay-Dienst PayPal einsetzt, um so vom Käuferschutz von PayPal zu profitieren. Achten Sie bei der Gesamtkalkulation der Kosten auf den Betrag, den der Käufer für den (versicherten) Versand verlangt. Ein beliebter eBay-Trick ist es nämlich, das Gerät vergleichsweise preiswert anzubieten und dann bei den Extrakosten für den Versand zuzuschlagen.
Über eBay werden auch SIM-Adapter wie TurboSIM oder SIMable versteigert, mit denen man bei der ersten iPhone-Generation den SIM-Lock bzw. Net-Lock der offiziellen Provider aushebeln konnte. Das iPhone 3G lässt sich von den programmierbaren Adaptern, die dem iPhone eine gültige SIM vorgaukeln sollen, nicht so leicht austricksen. Daher rate ich vom Einsatz der SIM-Adapter klar ab.
Angebote bei eBay oder durch die Kleinanzeigen bei Google, die ein Software-Unlock eines iPhone 3G versprechen, fallen aus meiner Sicht in die Kategorie Betrug. Ich habe auch wenig Verständnis, warum eBay und Google diese Angebote dulden und die Anbieter nicht von ihren Marktplätzen vertreiben.
Update: Am 20. November startete der Mobilfunkanbieter Simyo eine Kampagne “Kulthandy iPhone für alle”. Dahinter steckt letzlich der Retailkeyshop, der von von der Firma Advance Systems aus Verl betrieben wird. Die Handys stammen aus Italien und kosten 674,90 € (16GB) bzw. 588,90 € (8 GB). Simyo bietet dazu einen speziellen Tarif an. Dabei wird das Netz von E-Plus genutzt, das nicht unbedingt mit den Netzen von T-Mobile oder Vodafone mithalten kann und auch kein EDGE bietet. Details zu diesem Angebot stehen hier. Bedenkswert die die Kalkulation von Alexander:
Der kleinste offizielle iPhone T-Mobile-Tarif (29,- € + 50 Inklusivminuten + 200 MB HSDPA-Nutzung) schlägt über zwei Jahre mit 700 € zu Buche. Und obwohl ich diese Gesamtpreisrechnungen überhaupt nicht mag, entspricht die Vertragskosten-Summe bei T-Mobile fast exakt dem Preis, mit dem das importierte iPhone ein Loch ins Portmonee brennt. Gut, bei T-Mobile kommt dann noch eimal der Gerätepreis je nach Modell von 170 € oder 250 € oben drauf – etwas, was der Datentarif bei Simyo über 2 Jahre ohne Telefonoption ebenfalls kostet.






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