Günstige Tarife für das neue iPhone 4S

iPhone 4s
iPhone 4s

Das iPhone 4S kam am 14. Oktober in den deutschen Handel und wird mit Vertrag bei der Telekom, Vodafone und O2 erhältlich sein. Es ist aber auch SIM-Lock-frei direkt bei Apple im Onlin-Shop zu haben und in den Apple-Läden sowie bei Händlern wie Gravis zu haben.

Zum Verkaufsstart bildeten sich vor den Apple Stores lange Schlangen. Sogar Apple-Mitbegründer Steve Wozniak stellte sich eine Nacht lang von einem Apple-Laden in Kalifornien an, um das neue iPhone zu kaufen. Interessenten sollten sich vorab Gedanken machen, in welchem Umfang sie das iPhone nutzen werden, um sich für die beste Kombination aus Beschaffungspreis und laufenden Kosten zu entscheiden.

Nutzungsgewohnheiten beachten

Christof Zinkgräf, Leiter Telekommunikation bei Verivox, empfiehlt Interessenten anhand der persönlichen Nutzungsgewohnheiten die verschiedenen Angebote zu überprüfen: „Wenn man einen Blick auf die letzte Handyrechnung wirft, fällt es leichter einzuschätzen, wie häufig und wofür man das Handy nutzt.“ Eine erste Orientierung bieten die folgenden vier Nutzerprofile: Die Telekommunikationsexperten von Verivox haben für Wenig,- Normal,- Viel- und Extremtelefonierer ausgerechnet, welche Kosten insgesamt über zwei Jahre für die Nutzung und die Anschaffung des neuen iPhone 4S mit 16 GB zusammenkommen.

iPhone separat kaufen meist günstiger

„Insgesamt zeigt sich, dass die großen Anbieter, wie Telekom, Vodafone und O2, nicht mit den Discountern mithalten können“, sagt Zinkgräf. Deshalb empfiehlt der Telekommunikationsexperte, das iPhone 4S separat zu ordern. Apple verkauft das iPhone 4S mit 16 GB Speicherplatz für 629 Euro. Die Modellvariante mit 32 GB Speicherplatz schlägt mit 739 Euro zu Buche, die 64-GB-Version kostet stolze 849 Euro.

Wenignutzer zahlen rund 36 Euro monatlich

Wenigtelefonierer kommen auf etwa 50 Gesprächsminuten pro Monat und 10 SMS. Wer sich diesem Nutzungstyp zuordnet, der sollte sich das SIM-Lock-freie iPhone 4S (16GB) im Apple Online Store für 629 Euro bestellen und den 8-Cent-Tarif mit Optisurf 100 MB von Hellomobil buchen. Die rechnerischen Kosten für zwei Jahre liegen bei 867,75 Euro, das sind etwa 36 Euro pro Monat.

Normalnutzer zahlen rund 46 Euro monatlich

Wer monatlich etwa 160 Minuten telefoniert und auf 40 SMS pro Monat kommt, kann sich als Normaltelefonierer bezeichnen. Für diesen Nutzungstyp ist es ebenfalls am günstigsten, das iPhone 4S im Apple Store zu kaufen und den Tarif All-in M mit Festnetz Flatrate von Phonex dazu zu buchen. Bei dem für Normaltelefonierer zugrundegelegten Nutzungsprofil liegen die rechnerischen Kosten für zwei Jahre bei 1121,60 Euro, also auf den Monat gerechnet bei rund 46 Euro.

Vielnutzer zahlen etwa 58 Euro

Vieltelefonierer kommen auf rund 315 Gesprächsminuten pro Monat, versenden etwa 75 SMS und 5 MMS. Auch bei diesem Nutzertyp ist der Kauf des SIM-Lock-freien iPhone 4S im Apple-Shop empfehlenswert. Wer sich selbst als Vielnutzer bezeichnen würde, der fährt mit dem Smart-Tarif von Fonic am günstigsten. Die rechnerischen Kosten für zwei Jahre liegen für einen Vieltelefonierer damit bei 1399,55 Euro, das entspricht einem monatlichen Betrag von etwa 58 Euro.

Extrem-Nutzer zahlen rund 71 Euro

Wer monatlich etwa 810 Minuten telefoniert, rund 150 SMS und 10 MMS schreibt, der darf sich zu den Extremtelefonierern zählen. Wer solche Nutzungsgewohnheiten pflegt, sollte sich auch das iPhone 4S im Apple Shop besorgen und fürs Telefonieren und Surfen die All-Net-Flat von 1&1 buchen. Die rechnerischen Kosten für zwei Jahre liegen bei 1712,02 Euro, das sind pro Monat etwa 71 Euro.

iPhone 4S im Praxistest: Wenn das Smartphone aufs Wort hört

Beim neuen iPhone 4S zählen die inneren Werte. Äußerlich unterscheidet sich das neue Smartphone von Apple kaum von seinem Vorgängermodell. Technisch wurde das iPhone aber komplett erneuert. Spektakulär ist vor allem die neue Spracherkennungsfunktion Siri. Damit dürfte das neue iPhone auch für diejenigen interessant sein, die eigentlich auf ein iPhone 5 mit einem neuen Gehäusedesign gehofft hatte.

iPhone 4S (oben) und iPhone 4
iPhone 4S (oben) und iPhone 4

Wer dagegen im Café oder an der Bar stets mit dem neuesten iPhone Eindruck schinden will, kann mit dem neuen iPhone 4S wenig anfangen. Man muss schon einen Blick für technische Details wie das neue Antennen-Layout haben, um das neue Smartphone überhaupt vom Vorgängermodell iPhone 4 unterscheiden zu können. In der vertrauten gläsernen Schale steckt aber ein neuer Kern. Apple hat wesentliche Hardware-Komponenten erneuert und dem iPhone eine neue Software mit interessanten Funktionen verpasst. Dabei ragt vor allem die Spracherkennung Siri heraus, die auch im Vergleich mit dem Google-System Android neue Maßstäbe setzt.

Angetrieben wird das iPhone 4S von dem Doppelkern-Prozessor A5, der bislang nur im iPad2 zu finden war. Damit läuft der Hauptchip im neuen Smartphone deutlich schneller als der A4-Chip im iPhone 4. In Benchmark-Tests liegt das 4S nun knapp hinter dem iPad 2, vermutlich weil der Chip im iPhone zugunsten einer längeren Akkulaufzeit mit einer etwas geringeren Taktfrequenz läuft als der A5 im iPad 2.

In der Praxis spürt man den Leistungszuwachs schon beim Einschalten des Geräts. Während das iPhone 4 für einen Kaltstart noch 48 Sekunden benötigt, ist sein Nachfolger bereits nach 30 Sekunden einsatzbereit. Auch größere Anwendungen wie die Navigations-App von TomTom starten spürbar flotter. Bei der Grafik legt das iPhone 4S noch deutlicher zu. Apple sagt, die Grafikleistung falle um bis zu siebenmal höher aus als beim iPhone 4. Diese Größenordnungen bestätigen sich in ersten Praxistests.

Das iPhone spielt – auch was die Grafik angeht – jetzt in der Liga des iPad 2. Davon werden vor allem 3D-Spiele profitieren, die nun noch viel detailreicher programmiert werden können. Die ersten Besitzer eines iPhone 4S werden sich aber noch etliche Wochen gedulden müssen, bis diese verbesserten Games tatsächlich im iTunes-Store auftauchen werden, denn die Anwendungen müssen erst noch geschrieben werden.

Die höhere Leistung des neuen iPhone trägt dazu bei, dass sich die Akku-Laufzeit des iPhone 4S im Vergleich zum Vorgängermodell nicht verbessert. Lässt man ein Video ununterbrochen laufen, ist der Saft nun nach elf Stunden alle. Das iPhone 4 hatte noch zwölf Stunden lang ausgehalten. Leider ermöglicht Apple nun nicht mehr, den UMTS-Modus abzuschalten, wenn man beispielsweise auf einer längeren Bahnfahrt empfangsbereit sein und trotzdem Strom sparen möchte.

Abhaken können iPhone-Anwender jetzt die Antennen-Problematik, die unter dem Namen “Antennagate” Schlagzeilen gemacht hat. Beim iPhone 4 brach (wie auch bei anderen Smartphones) die Anzeige der Feldstärke des Empfangssignals ein, wenn man das Gerät mit der Hand vollständig umklammert. Das neue iPhone ist nun mit zwei Antennen ausgestattet, das System wechselt dabei automatisch auf die Antenne mit dem besten Empfang.

Deutlich verbessert wurde die eingebaute Kamera, die nun über eine fünfte Linse und einen lichtempfindlicheren 1/3-Zoll-Sensor verfügt. Bei genügend Umgebungslicht macht das iPhone 4S nun so gute Fotos, das manche Hersteller von Kompaktkameras um ihr Geschäft fürchten müssen. Weniger überzeugend sehen die Blitzaufnahmen aus. Die Kamera-Funktion lässt sich am Sperrbildschirm direkt aufrufen, um schneller für einen Schnappschuss bereit zu sein.

Videos werden nun in Full-HD (1080p) aufgenommen. Die starke Rechenleistung des iPhone 4S ermöglicht dabei, mit einem Bildstabilisator das Verwackeln des Videos spürbar zu verringern.

Spracherkennung Siri beim iPhone 4S
Spracherkennung Siri beim iPhone 4S

Die eigentliche Innovation des iPhone 4S hat Apple mit Software umgesetzt, die Spracherkennung und Sprachbedienung Siri. Man kann das Smartphone fragen: “Brauche ich am Mittwochnachmittag in München einen Regenschirm?” Das Gerät sendet leitet die Sprachdatei an einen Großrechner in der Internet-Wolke. Dort wird der Text der Anfrage erkannt und interpretiert, das Ergebnis wird auf das iPhone zurückgespielt. “Es wird wahrscheinlich regnen an diesem Nachmittag”, lautet die Antwort, die wenige Sekunden nach der Frage auf dem Bildschirm erscheint und vorgelesen wird.

“Siri kann man in so gut wie allen Abteilungen einsetzen”, sagt Michael Spehr, Technikredakteur der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” und ausgewiesener Experte für Spracherkennungssoftware. “Es lassen sich Termine planen, Erinnerungen und Notizen eintragen, im Web oder auf der Wikipedia suchen, und wenn man das Gebotene zusammenfasst, ist das iPhone 4S das erste Smartphone, mit dem man sich in natürlicher Sprache unterhalten kann.”

Siri kann auf Deutsch derzeit (noch) nicht alles, was das System auf Englisch beherrscht, etwa Anfragen bei der Wissensdatenbank WolframAlpha (die auch im Web nur auf Englisch verfügbar ist) oder die Steuerung der Navigation der mitgelieferten Kartenanwendung. Auf Englisch kann Siri – etwa im Auto – auch neue E-Mails vorlesen, auf Deutsch werden bislang nur SMS in gesprochene Sprache umgewandelt. Da auf Siri deutlich das Label «Beta» klebt, können Anwender eines iPhone 4S aber damit rechnen, dass die Funktionen nach und nach ausgebaut werden.

Für Thomas Heuzeroth, Fachredakteur der Tageszeitung “Die Welt”, ist der Sprachassistent Siri «das gewichtigste Argument für den Kauf eines iPhone 4S». Leider habe Siri auch eine große Schwäche: “Spracherkennung und Sprachbefehle funktionieren nur, wenn eine Internetanbindung besteht.”

Stephan Ehrmann, Chefredakteur der Fachzeitschrift “Mac & i” glaubt, dass Apple in dem neuen Smartphone einen großen Schritt gemacht hat: “Das iPhone 4S hat bis auf den Namen und ein anderes Gehäuse alles, was man vom iPhone 5 erwartet hat: mehr Leistung, mehr Speicher, eine deutlich bessere Kamera. Die Spracherkennung Siri ist für die Smartphone-Entwicklung und Apples Position im Markt aber viel wichtiger. Sie könnte den nächsten Paradigmenwechsel einläuten, wie zuvor schon die Multitouch-Bedienung.”

Matthias Kremp, Fachredakteur bei “Spiegel Online”, glaubt, dass das iPhone 4S für Besitzer eines älteren Modells interessanter ist als für Leute, die schon ein iPhone 4 haben. “Sicher, die Kamera ist deutlich besser, der sprachgesteuerte Assistent Siri eine reizvolle Ergänzung. Den Neukauf nach nur einem Jahr rechtfertigen beide nicht.” Kremp empfiehlt den iPhone-4-Anwendern das Update auf das iOS 5. “Mit der neuen Software wird ihr Handy zu einem iPhone 4S light.”

Helmut Martin-Jung von der «Süddeutschen Zeitung» meint: “Es ist also ein weiteres Mal die Mischung aus ansprechender und leistungsfähiger Hardware sowie einem sehr komfortabel nutzbaren Netzwerk aus Diensten, die das iPhone von der Konkurrenz abhebt. Das lässt sich Apple fürstlich bezahlen.” Das iPhone 4S mit 16 Gigabyte Speicher kostet 630 Euro, mit 32 Gigabyte Speicher verlangt Apple 739 Euro. Das neue Top-Modell mit 64 Gigabyte liegt bei 850 Euro.

Die Testberichte aus Deutschland:





Und hier ein Blick auf die ersten Rezensionen aus den USA:

David Pogue von der New York Times: “The question isn’t what’s in a name — it’s what’s in a phone. And the answer is: A lot of amazing technology. And some of it feels like magic.”

Walt Mossberg vom Wall Street Journal war weniger beeindruckt vom iPhone 4S selbst, vergibt aber gute Noten für Siri: “The standout feature, not available in other iPhones, or in any other phone I’ve seen, is Siri. It answers questions and provides information using natural language and an intelligent understanding, not just of words, but of context and colloquial phrasing.”

John Gruber von Daring Fireball: “I wouldn’t say I can’t live without Siri. But I can say that I don’t want to.”

 

Jailbreak für iOS (Stand September 2011)

Das Wort „Jail“ (engl. Gefängnis) im Fachbegriff „Jailbreak“ bezieht sich auf die vielfältigen Restriktionen, die Apple dem iPhone auferlegt hat und die auch etliche iPhone-Besitzer nerven, die in Deutschland einen ganz normalen T-Mobile-Vertrag für das iPhone haben. Es geht dabei vor allen um die Einschränkungen beim Lese- und Schreibzugriff des internen Mediums. Die Besitzer eines iPhones können nämlich nicht ohne weiteres auf System-Dateien des iPhones zugreifen. Außerdem kann das iPhone nicht wie ein iPod als externe Festplatte gebraucht werden.

Ein Jailbreak ist auch die Voraussetzung, um die Bindung der SIM-Karte an einen bestimmten Telefonanbieter wie z.B. T-Mobile in Deutschland, aufzuheben. Diese ist aber nicht bei allen Geräten möglich, da dies von der aktuellen Version der auf dem Gerät eingesetzten Modem-Firmware, auch als Baseband bezeichnet, abhängt.

Beim Jailbreaken der genannten Geräte wird zwischen Tethered und Untethered-Jailbreaks unterschieden. Bei Tethered-Jailbreaks wird ein Programm benötigt, welches das Gerät beim Bootvorgang unterstützt, bei Untethered-Jailbreaks ist das Gerät allein in der Lage zu booten.

Der offizielle Standpunkt der Firma Apple lautet, dass durch das Entsperren die Garantie verloren geht, die Apple auf das jeweilige Gerät gewährt. Allerdings lässt sich der Jailbreak durch die Wiederherstellung des entsprechenden Gerätes über iTunes wieder entfernen. Im Notfall kann es hierfür erforderlich sein, das Gerät erneut in den DFU- bzw. Wartungsmodus zu versetzen, falls der Wiederherstellungsprozess unter iTunes fehlschlagen sollte.

Die Geschichte des Jailbreaks

2007
Die erste Jailbreaking-Methode wurde am 10. Juli 2007 bekanntgemacht,[1] einen Monat später das erste Third-Party-Spiel für das iPhone und den iPod Touch.[2] Drei Monate nach der ersten Jailbreaking-Anleitung wurde eine weitere Methode vorgestellt, was dazu führte, dass Apple die dafür genutzte Sicherheitslücke schloss.

2008
Im Februar entdeckte der italienische Hacker Zibri eine große Sicherheitslücke beim iPhone, die dann für mehrere Jailbreaking-Methoden genutzt wurde. Zibri programmierte mit ZiPhone eine Jailbreaking-Variante. Kurz vor Veröffentlichung von iOS 2.0 schloss sich eine Hackergruppe zum iPhone Dev Team (iPhone Developer Team) zusammen und veröffentlichte eine Jailbreaking-Anwendung namens QuickPwn (später dann Pwnage Tool), die für die 2G- und 3G-Versionen des iPhone und die ersten Generation des iPod Touch eine grafische Benutzeroberfläche zur Verfügung stellte. PwnageTool wurde bis zum heutigen iOS 4.3.3 weiterentwickelt.

2009
Im Januar 2009 entwickelte das iPhone Dev Team eine Jailbreaking-Methode für den iPod Touch 2G. Am 17. März 2009 kündigte Apple die Veröffentlichung von iOS 3.0 an, diese war erst entsperrbar, als das iPhone Dev Team PwnageTool 3.0 (für Mac OS) und drei Monate später redsn0w 0.7.2 (für Windows) veröffentlichte. Die iOS-Version 3.1 im September 2009 verhinderte Jailbreaking bis eine neue Version von PwnageTool entwickelt wurde, mit der alle Geräte außer dem iPod Touch 3G entsperrt werden konnte. Einen Monat später war auch dieser mittels George Hotz (GeoHot) Blackra1n entsperrbar.

2010
Am 2. Februar 2010 veröffentlichte Apple iOS 3.1.3, der Jailbreak wurde erneut blockiert. Allerdings können die meisten iPhone- und iPod-Touch-Modelle downgegradet werden. Das iPhone 3GS und iPod Touch 3G können nur gedowngradet werden, wenn der Benutzer die SHSH Blob seines Gerätes auf Cydia oder anderen Servern gesichert hat. Benutzer können dann die Firmware 3.1.2 wieder installieren und dann einen Jailbreak mit Blackra1n RC3 durchführen.

Am 20. März 2010, veröffentlichte der Wii-Homebrew-Entwickler Comex das Video „Spirit“, in dem ein iPod Touch 3G „hochfährt“, und der Jailbreak geht nicht verloren (dies war zuvor nicht möglich). Er hatte einen untethered Jailbreak entwickelt, der Jailbreak von George Hotz Blackra1n war dagegen nur tethered (man musste sein Gerät immer wieder an den PC anschließen nach dem Ausschalten). Er kündigte an, es wäre ein Userland-Jailbreak (auf allen Devices funktionierender Jailbreak) und ein wesentlich leichterer Jailbreak. Er sagte, er funktioniert perfekt für den iPod Touch 3G und das iPhone 3G, aber auch für das iPad.

Am 25. März 2010 fand Geohot eine Sicherheitslücke, um einen Jailbreak (untethered) für die iPod Touch 3G und iPhone 3GS (MC-Modelle) für Software 3.1.3 zu entwickeln. Er sagte, dass der Jailbreak vollständig Software-basiert wird, der Jailbreak wurde später als „limera1n“ enthüllt. Die Website hat einen grünen Regentropfen oben und den Link für den Download unten. Allerdings zog sich George Hotz vor der Vollendung von limera1n zurück vom Jailbreaken.

Am 9. April 2010, kurz nach Bekanntgabe des Jailbreaks vom Chronic Dev Team, fand Geohot eventuell eine Jailbreak-Lösung für das iPad-Wi-Fi-Modell, vielleicht sogar untethered. Der Name des Jailbreak-Programms, wurde gemunkelt, ist limera1n. Es wurde aber kein Veröffentlichungstermin bekannt gegeben.

Am 2. Mai 2010 wurde Spirit kurz nach der Veröffentlichung des iPad 3G veröffentlicht. Spirit funktioniert auf allen iPod Touch, allen iPhones und allen Modellen der iPads 3.1.2-3.2, untethered. Es ist ähnlich wie Blackra1n, mit nur einer einzigen Taste zu jailbreaken.

Vom 21. bis 24. Juni 2010, nach der Veröffentlichung von iOS 4, wurden Redsn0w 0.9.5b5-3, PwnageTool 4.0 und Sn0wbreeze 1.6.1 veröffentlicht, diese Tools haben vorerst nur das iPhone 3G, iPhone3GS (old Bootrom) und den iPod Touch 2G (Nicht-MC Modelle) unterstützt.

Am 15. Juli 2010, veröffentlichte Apple die iPad Software 3.2.1, welche von Spirit nicht unterstützt wird.

Am 1. August 2010, veröffentlichte Comex den ersten öffentlich verfügbaren Jailbreak für das iPhone 4 (und alle anderen Devices, ausgenommen aller erste Generation des iPod Touch und iPhones). Star ist erreichbar unter JailbreakMe.com und muss mit MobileSafari aufgerufen werden. Unterstützt werden die Firmware-Versionen 3.1.2 bis 4.0.1.

Am 11. August 2010 veröffentlichte Apple iOS 4.0.2 für das iPhone und iPod Touch und iOS 3.2.2 für das iPad. Diese Upgrades haben keine neuen Funktionen, schließt jedoch Sicherheitslücken, um einen Jailbreak zu verhindern.

Am 20. August 2010 verhinderte Apple das Downgraden von iOS 4.0.2 auf iOS 4.0; viele Benutzer waren empört.

Am 8. September 2010 fand ein Mitglied des Chronic Dev Team eine neue Sicherheitslücke (SHAtter Exploit) für iOS 4.1. Er ermöglicht den Jailbreak auf dem iPhone 4, iPod Touch 4G, und dem iPad, allen Devices, die einen Apple-A4-Chip besitzen, insbesondere den Apple TV 2. Generation. Dieser Bootrom exploit wird diese Geräte für immer jailbreaken können. Apple könnte dies nur durch neue Hardware verhindern.

Am 23. September 2010 hat iH8sn0w Sn0wbreeze 2 veröffentlicht. Mit dieser Version sind die iPod Touch 2G MC Modelle jetzt jailbreakbar, auch das ist nur mit neuer Hardware verhinderbar.

Am 9. Oktober 2010 ist limera1n veröffentlicht worden, um den iPod Touch 3G, iPhone 3Gs, iPod Touch 4G und iPhone 4 zu jailbreaken.

Am 11. Oktober ist Greenpois0n veröffentlicht worden, um den iPod Touch 3G, iPhone 3Gs, iPod Touch 4G und iPhone 4 zu jailbreaken, Support für den iPod Touch 2G MC sollte noch folgen.

2011
Am 3. Februar veröffentlichte das Chronic-Dev-Team eine neue Version von Greenpois0n, welche einen Untethered Jailbreak der zu diesem Zeitpunkt noch aktuellen Version 4.2.1 von Apple iOS ermöglicht. Außerdem erlaubt die Version RC6 den Untethered Jailbreak des in den USA neu erschienenen Verizon-iPhone, welches die Firmware iOS 4.2.6 besitzt.

Am 10. Juni veröffentlichte das iPhone-Dev-Team eine Beta-Version von Redsn0w für iOS5b1. Diese war allerdings nur tethered und nur für Mac verfügbar. Musclenerd, der Kopf der Gruppe, betonte mehrmals, dass der Jailbreak nur für Entwickler sei.

Am 13. Juni, nur drei Tage nachdem Redsn0w für Mac erschienen ist, kam die Windows-Version. Am selben Tag kam noch Sn0wbreeze 2.8b1 ebenfalls für Windows-User, die iOS5b1 entsperren wollten, auch nur tethered.

Am 18. Juni aktualisierte ih8sn0w, der Entwickler von Sn0wbreeze, sein Tool und machte das iPhone 3GS (old Bootrom) untethered.

Am 6. Juli hat Comex JailbreakMe 3.0 veröffentlicht, um das iPad, iPad2, iPhone 3GS, iPhone 4, iPod Touch 3G und iPod Touch 4G auf der Version 4.3.3 zu jailbreaken. Das besondere an JailbreakMe ist, das man das jeweilige iDevice über Safari jailbreaken kann.

Geräte

Gerät Erscheinungsdatum des Geräts (USA) Erscheinungsdatum des Jailbreak Letzte installierbare iOS-Version Letzte jailbreakbare iOS-Version
iPhone 29.06.2007 10.07.2007 3.1.3 3.1.3 (untethered)
iPod Touch 1G 05.09.2007 10.10.2007 3.1.3 3.1.3 (untethered)
iPhone 3G 11.07.2008 20.07.2008 4.2.1 4.2.1 (untethered)
iPod Touch 2G (Non-MC Modelle) 09.09.2008 11.03.2009 4.2.1 4.2.1 (untethered)
iPhone 3GS (Old Bootrom) 19.06.2009 03.07.2009 4.3.5 / 5.0 Beta 5 für Entwickler 4.3.5 (untethered) / 5.0 Beta 5 (untethered)
iPod Touch 2G (MC Modelle) 09.09.2009 25.10.2009 4.2.1 4.2.1 (untethered)
iPhone 3GS (New Bootrom) 04.10.2009 25.10.2009 4.3.5 / 5.0 Beta 5 für Entwickler 4.3.5 (tethered) / 5.0 Beta 5 (tethered)
iPod Touch 3G 09.09.2009 11.10.2009 4.3.5 / 5.0 Beta 5 für Entwickler 4.3.5 (tethered) / 5.0 Beta 5 (tethered)
iPad (Wi-Fi) 03.04.2010 02.05.2010 4.3.5 / 5.0 Beta 5 für Entwickler 4.3.5 (tethered) / 5.0 Beta 5 (tethered)
iPad (3G) 30.04.2010 02.05.2010 4.3.5 / 5.0 Beta 5 für Entwickler 4.3.5 (tethered) / 5.0 Beta 5 (tethered)
iPhone 4 (GSM) 24.06.2010 01.08.2010 4.3.5 / 5.0 Beta 5 für Entwickler 4.3.5 (tethered) / 5.0 Beta 5 (tethered)
iPod Touch 4 08.09.2010 09.10.2010 4.3.5 / 5.0 Beta 5 für Entwickler 4.3.5 (tethered) / 5.0 Beta 5 (tethered)
Apple TV 2G 01.09.2010 unbekannt 4.3.5 / 4.4 Beta 5 für Entwickler 4.3.3 (untethered) / 5.0 Beta 5 (tethered)
iPhone 4 (CMDA) 11.01.2011 unbekannt 4.2.9 / 5.0 Beta 5 für Entwickler 4.2.8 (untethered) / 5.0 Beta 5 (tethered)
iPad 2 (Wi-Fi) 10.03.2011 02.07.2011 (geleakte Beta,
Offiziell veröffentlicht am 06.07.2011)
4.3.5 / 5.0 Beta 5 für Entwickler 4.3.3 (untethered)
iPad 2 (3G + Wi-Fi) 10.03.2011 02.07.2011 (geleakte Beta,
Offiziell veröffentlicht am 06.07.2011)
4.3.5 / 5.0 Beta 5 für Entwickler 4.3.3 (untethered)

Benötigte Software

Aktuell

Software Erscheinungsdatum Plattform Hardware Firmware Entwickler
limera1n RC1b 9. Oktober 2010 Windows, Mac OS X iPad; iPhone 3GS, 4; iPod touch 3G, 4G; Apple TV 2G 3.2.2, 4.0, 4.0.1, 4.0.2, 4.1 (untethered) Geohot
redsn0w 0.9.6rc12 [3] 5. Januar 2011 Windows, Mac OS X, Linux iPad; iPhone 3G, 3GS, 4; iPod touch 2G (MB), 3G, 4G 4.0, 4.0.1, 4.0.2, 4.1 (untethered); 4.2.1 (untethered für Old Bootrom Geräte) iPhone Dev Team
redsn0w 0.9.7b6 [3] 10. Januar 2011 Mac OS X iPad; iPhone 4; iPod touch 4G 4.2.1 (untethered) iPhone Dev Team
seas0npass [4] 11. Januar 2011 Windows, Mac OS X Apple TV 2G 4.0+ untethered (außer 4.1.1) Firecore
PwnageTool 4.2 [5] 15. Februar 2011 Mac OS X iPad; iPhone 3G, 3GS, 4, CDMA (Verizon); iPod touch 3G, 4G; Apple TV 2G 4.2.1, 4.2.6 (Verizon)
(untethered)
iPhone Dev Team
sn0wbreeze 2.2 [6] 15. Februar 2011 Windows iPad; iPhone 3G, 3GS, 4; iPod touch 2G, 3G, 4G 4.2.1 (untethered) iH8sn0w
greenpois0n RC6.1 [7] 18. Februar 2011 Windows, Mac OS X iPad; iPhone 3GS, 4, CDMA (Verizon); iPod touch 2G, 3G, 4G; Apple TV 2G 4.2.1, 4.2.6 (Verizon)
(untethered)
Chronic Dev Team
redsn0w 0.9.6rc16 [3] 20.April 2011 Windows, Mac OS X iPad; iPhone 3GS, 4; iPod touch 3G, 4G 4.3.3, 4.3.2, 4.3.1, 4.3
(untethered)
iPhone Dev Team
ultrasnow [8] 20.April 2011 Windows, Mac OS X iPad; iPhone 3GS, 4; iPod touch 3G, 4G 4.3.2, 4.3.1, 4.3
(tethered)
iPhone Dev Team
Jailbreakme 3.0 [9] 6. Juli 2011 Über Safari vom Gerät aus iPad 1, 2; iPhone 3GS, 4; iPod touch 3G, 4G 4.3.0 – 4.3.3 (außer iPad 2 nur iOS 4.3.3)
(untethered)
Comex

Ältere Software

Software Erscheinungsdatum Plattform Hardware iOS-Version Entwickler
ZiPhone Februar 2008 Windows, Mac OS X iPhone 2G, iPod Touch 1G 1.1.2-1.1.4 (untethered) Zibri
QuickPwn August 2008 Windows, Mac OS X, Linux iPhone 2G/3G 2.0-2.1.2 (tethered) iPhone Dev Team
redsn0w 0.3 April 2009 Windows, Mac OS X, Linux iPod Touch 2G 2.1.2 (untethered) iPhone Dev Team
PwnageTool 2.0 Juli 2008 Mac OS X iPhone 2G/3G, iPod Touch 1G 2.0 (untethered) iPhone Dev Team
PwnageTool 2.2 November 2008 Mac OS X iPhone 2G/3G, iPod Touch 1G 2.2-2.2.1 (untethered) iPhone Dev Team
PwnageTool 3.0 Juni 2009 Mac OS X iPhone 2G/3G, iPod Touch 1G 3.0–3.0.1 (untethered) iPhone Dev Team
purplera1n Juli 2009 Windows, Mac OS X iPhone 2G/3G/3GS, iPod Touch 1G/2G 3.0 (tethered) Geohot
PwnageTool 3.1.4 Oktober 2009 Mac OS X iPhone 2G/3G/3GS, iPod Touch 1G/2G 3.1–3.1.2 (untethered) iPhone Dev Team
blackra1n RC3 November 2009 Windows, Mac OS X iPhone 2G/3G/3GS, iPod Touch 1G/2G 3.1.1–3.1.2 (tethered) Geohot
PwnageTool 3.1.5 Februar 2010 Mac OS X iPhone 2G/3G/3GS, iPod Touch 1G/2G 3.1.3 (untethered) iPhone Dev Team
Spirit Mai 2010 Windows, Mac OS X, Linux iPhone 2G/3G/3GS, iPod Touch 1G/2G/3G, iPad (alle) 3.1.2–3.2 (untethered) Comex
PwnageTool 4.01 Juni 2010 Mac OS X iPhone (3G, 3GS), iPod Touch 2G (Nicht-MC modelle) 4.0 (untethered) iPhone Dev Team
JailbreakMe 2.0 August 2010 über Safari vom Gerät aus iPhone (alle), iPod Touch (1G, 2G, 3G), iPad 1 3.1.2, 3.1.3, 4.0, 4.0.1, 3.2, 3.2.1, 4.0, 4.0.1 (untethered) Comex

Viren und iPhone-Würmer

Der erste iPhone-Wurm namens iKill wurde Anfang November 2009 vom 21-jährigen australischen Studenten Ashley Towns programmiert. Er teilte das den australischen Medien mit, um das Sicherheitsbewusstsein der iPhone-Nutzer zu erhöhen. „Wenn Leute ihr iPhone entsperren, sind sie dazu berechtigt, ein Programm namens SSH zu installieren …“ Das Kennwort für diesen Dienst sollte man generell ändern, da es bei jedem iPhone gleich ist. Der Wurm nutzt diese Sicherheitslücke, um auf dem Display-Hintergrund eine Abbildung von Rick Astley darzustellen.

Am 22. November 2009 berichtete F-Secure von einem neuen Computerwurm, der Banktransaktionen von entsperrten iPhones ausführt.

iPhone Developer Team

Das iPhone Dev Team ist eine Gruppe von Programmierern in der iOS-Gemeinschaft, welches viele Jailbreak- und SIM-Entsperr-Programme, sogenannte Unlocks, entwickelt hat. Diese Programme können vor allem für das Installieren von Programmen von Drittanbietern oder zum Entsperren der SIM-Karte genutzt werden. Die meisten bisher entwickelten Jailbreaks stammen vom iPhone Dev Team.

Einzelnachweise

  1. Engadget Blog (englisch)
  2. Engadget Blog (englisch)
  3. a b c Dev-Team Blog
  4. FireCore Support – Seas0nPass
  5. Dev-Team Blog – PwnageTool 4.2
  6. ih8sn0w.com – sn0wbreeze
  7. Chronic Dev Blog
  8. Dev-Team Blog
  9. JailbreakMe 3.0

Quelle:

Seite „Jailbreak (iOS)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. September 2011, 20:43 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Jailbreak_(iOS)&oldid=93876406 (Abgerufen: 27. September 2011, 18:58 UTC)

Dieser Artikel wurde unter einer  <a href=”http://www.gnu.org/licenses/gpl-3.0.txt”>GNU General Public Lizenz</a> veröffentlicht.

SIM-Lock des iPhone offiziell entfernen

Der Startschuss für den Verkauf des iPhone 3GS fiel in Deutschland am 19. Juni 2009. Zwei Jahre nach dem Kauf ist der Anbieter per Gesetz verpflichtet, die SIM-Sperre aufzuheben, was nun bei den ersten iPhones der 3GS-Serie der Fall ist. Durch die kostenlos durchführbare Prozedur wird das iPhone 3GS dauerhaft freigeschaltet.

Volker Riebartsch erklärt auf macwelt.de, wie das im Detail funktioniert.

http://www.macwelt.de/artikel/_Ratgeber/374172/sim_lock_des_iphone_offiziell_entfernen/1

Die besten Discounter-Datentarife für das iPhone

Tarife für gelegentliche Handysurfer (15 MB im Monat)
[table id=4 /]
1) 50 MB pro Monat frei

Tages-Flatrates für eine intensive Nutzung an einzelnen Tagen

[table id=3 /]
2) Es ist ein UMTS-Surf-Stick enthalten. Bei Buchung und Aktivierung bis zum 31. Juli reduziert sich die Einrichtungsgebühr auf 29,99 Euro

Datenflatrates für mobile Vielsurfer
Berücksichtigt werden nur Tarife mit einem ungedrosselten Datenvolumen von mindestens 5 GB

[table id=2 /]

3) Berücksichtigt werden nur Tarife mit einem ungedrosselten Datenvolumen von mindestens 5 GB
4) Gilt während der ersten 24 Monate

Stand: 22. Juni 2011
Quelle: Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und teltarif.de

Die Highlights von der WWDC 2011 – iOS 5 – iCloud – OS X Lion

Die Eröffnungsveranstaltung des Entwicklerkongresses WWDC 2011 dauerte fast zwei Stunden. Das komplette Video der Keynote kann man hier anschauen. Wenn nicht soviel Zeit kann, kann sich die 8-Minuten-Zusammenfassung von Gizmodo.com zu Gemüte führen.

Die Hauptthese von Apple-Chef Steve Jobs und seinen Kollegen: Der Personal Computer hat die Rolle als “dgital Hub”, als Zentrum des digitalen Lebens verloren und ist neben Smartphone, Tablet Computer und anderen Mobilgeräten nur noch ein Device von vielen. Die Daten sind in der Internet-Wolke besser aufgehoben als auf der lokalen Festplatte des PCs. Obwohl Apple vor Jahren beim Cloud Computing mit MobileMe nur einen verkorksten Start hingelegt hat, wirbt Steve Jobs für Vertrauen für den neuen Dienst “iCloud”. Der neue Dienst ist kostenlos. Um im Gegensatz zu GMail müssen die Anwender nicht einmal Werbeeinblendungen ertragen.

Apple spricht von einer “bahnbrechenden Zusammenstellung kostenloser Cloud-Services, die nahtlos mit allen Anwendungen auf iPhone, iPad, iPod touch, Mac oder PC zusammenarbeitet und automatisch und drahtlos alle Inhalte in der iCloud speichert und automatisch und drahtlos auf alle Geräte eines Anwenders pusht.” Sobald sich irgendetwas auf einem Gerät des Anwenders ändere, würden all seine Geräte fast im selben Augenblick drahtlos aktualisiert. “Es ist aktuell wirklich mühsam und sehr frustrierend alle Informationen und Inhalte geräteübergreifend auf dem aktuellen Stand zu halten,” sagte Steve Jobs. “iCloud hält alle wichtigen Informationen und Inhalte auf allen Geräten eines Anwenders auf dem aktuellsten Stand. Das alles passiert automatisch und kabellos und da es in die Apps integriert ist, muss man keinen Gedanken daran verschwenden – es funktioniert einfach.”

Steve Jobs präsentiert iCloud auf der WWDC 2011
Steve Jobs präsentiert iCloud auf der WWDC 2011

Der Service iCloud besteht aus mehreren einzelnen Diensten. Das sind zum einen die drei klassischen MobileMe-Dienste Kontakte, Kalender und E-Mail, die runderneuert werden. Dazu kommt iCloud Backup, mit dem “automatisch und sicher” Backups der iOS-Geräte in der iCloud erstellt werden sollen. Nachfolger der iDisk wird iCloud Storage, in dem Dokumente aus Anwendungen wie Pages, Numbers und Keynote von Apple gespeichert werden können. Apple öffnet iCloud Storage mit einer API auch für Drittentwickler. 5 GB Speicherplatz sind kostenlos, weiteren Platz wird man sicherlich hinzukaufen können.

Der Photo Stream Service von iCloud lädt die Fotos, die ein Nutzer mit einem seiner Geräte schiesst oder auf eines seiner Geräte importiert in die Internet-Wolke und pusht sie zu allen Geräten und Computern des Anwenders. Photo Stream ist in die Foto-Apps aller iOS-Geräte und in iPhoto auf den Macs integriert und wird im Bilder-Ordner von Windows-PCs gespeichert. Um Speicherplatz zu sparen, werden die neuesten 1.000 Fotos auf jedem Gerät gespeichert, um sie dort ansehen, oder in ein Album zur permanenten Speicherung verschieben zu können. Macs und PCs speichern sämtliche Fotos aus Photo Stream, da sie über mehr Speicherplatz verfügen. iCloud speichert jedes Foto für 30 Tage in der Wolke. Wenn man über iCloud die Fotos synchronisieren möchte, muss man die Geräte in diesem Zeitraum mit iCloud verbinden, um die Fotos über WLAN aus Photo Stream herunterzuladen.

Der Dienst iTunes in the Cloud ist derzeit leider nur in den USA erhältlich, weil Apple bislang nur dort die lizenzrechtlichen Voraussetzungen ausgehandelt hat. Der Service ermöglicht das Herunterladen der bereits gekauften iTunes-Musik auf sämtliche iOS-Geräte eines Nutzers, ohne dass zusätzliche Kosten anfallen. Neue Musikeinkäufe können automatisch auf alle Geräte eines Anwenders heruntergeladen werden. Dank iTunes Match kann man für 25 Dollar im Jahr die selben Vorteile zusätzlich auch für nicht in iTunes erworbene Musik erhalten. Das gilt für selbst gerippte CDs – aber auch natürlich für illegal heruntergeladene Musik, weshalb einige Spötter schon von einer 25-Dollar-Absolution für Raubkopierer sprechen.

Mit iTunes Match werden die Musiktitel des Anwenders mit einer DRM-freien Version im AAC-Format und einer Datenrate von 256 KBit/s ersetzt, sofern der über 18 Millionen Songs umfassende iTunes Store ein entsprechendes Pendant bereithält. Da diese Dateien nicht hochgeladen werden müssen, macht iTunes Match die entsprechende Musik binnen Minuten verfügbar (anstatt Wochen, die es bräuchte um die gesamte Musikbibliothek eines Nutzers hochzuladen). Nur die Songs des Nutzers, zu dem kein entsprechendes Gegenstück im iTunes Store gefunden werden konnte, wird tatsächlich hochgeladen.

Mit einem deutschen iTunes-Account kann man immerhin alle bislang gekauften iOS-Apps und iBooks über mehrere iOS-Geräte hinweg synchronisieren und/oder wiederherstellen. Ob iCloud alle Versprechen von Apple halten kann, wird ein Test von iCloud zeigen. Der Dienst soll im Herbst auf den Markt kommen.

Beim renovierten iOS 5 hat sich Apple in wichtigen Bereichen von der Konkurrenz (Android, Windows Phone 7 und BleckBerry) inspirieren lassen. So erinnert das neue Notification Center, in dem Mitteilungen wie Hinweise auf verpasste Anrufe oder Nachrichten von Apps auflaufen, an die entsprechende Notification Bar von Googles mobilem Betriebssystem Android. Die neuen Kamera-Funktionen, mit denen die iOS-Anwender jetzt schneller Fotos aufnehmen können, gab es zuvor bereits bei Smartphones mit dem mobilen Microsoft-System Windows Phone 7. Und der neue iOS-Messenger, über den man auch ohne Mobilfunknetz über WLAN mit anderen iOS-Anwendern chatten kann, erinnert an den beliebten Blackberry-Messenger.

Auch die Aktivierung eines neuen Mobilgeräts ohne PC, die nun bei Apple möglich ist, hat man zuvor schon bei der Konkurrenz gesehen. “Jedes Feature, das mir bislang bei Android besser gefallen hat, wird von iOS 5 angesprochen. Wenn sie nun das Apple-Benutzererlebnis richtig hinbekommen, wird das eine coole Sache”, twitterte Uli Hegge. Apple hat sich aber nicht nur an den Wettbewerbern orientiert, sondern auch etliche Funktionen in das Mobil-System integriert, die bislang von Drittanbietern zur Verfügung gestellt wurden. Firmen wie Instapaper (Offline-Nutzung von Webseiten), Wunderlist (To-do-Listen) oder Lock-Info (Informationen und Statusberichte auf der Startseite des iPhones) müssen sich nun überlegen, wie sie ihre Produkte von den verbesserten Grundfunktionen des iOS abgrenzen können.

Beim ebenfalls vorgestellten neuen Mac OS X «Lion» waren die meisten Neuerungen schon vor der WWDC bekannt: Das Betriebssystem für die Macintosh-Rechner bekommt künftig einige Bedienelemente des iPad, kann über ein Trackpad weitgehend mit Wischgesten bedient werden. Anwendungen können nun einen Vollbildschirm-Modus einnehmen, bei dem alle Bedienelemente ausgeblendet werden.

Eine verschlüsselte WLAN-Übertragung von Dateien namens Airdrop soll Mac-Nutzern das Herumreichen von USB-Sticks ersparen. Die Resume-Funktion stellt Anwendungen genau so wieder her, wie man sie verlassen hat, wenn beispielsweise der Mac neu gestartet oder ein Programm geschlossen und neu geöffnet wurde. Das neue Auto Save speichert Dokumente automatisch, während man daran arbeitet. Und die Funktion Versions sichert automatisch aufeinanderfolgende Versionen von Dokumenten. Ein Zeichen setzte Apple beim Preis: Das Update von der Vorgängerversion «Snow Leopard» kostet lediglich 24 Euro und kommt im Juli auf den Markt. Anders als die Vorgängerversionen kann man das Betriebssystem aber nicht mehr auf DVD kaufen, sondern nur noch online im Mac App Store.

Die jüngsten Gerüchte zum iPhone 5

Im Vorfeld der Weltweiten Entwicklerkonferenz von Apple, WWDC, spießen wie jedes Jahr die Gerüchte ins Kraut. Da das iPad gerade erst aktualisiert wurde, fokussieren sich die Spekulationen auf das iPhone. Wie wird Apple auf das Überangebot von Android-Smartphones reagieren? Und wie rüsten sich die Kalifornier auf den Anlauf, den Nokia zusammen mit Microsoft im Herbst unternehmen wird?

Zunächst geht es offensichtlich darum, eine bekannte Schwäche der bisherigen iPhone-Generationen abzustellen. Daher soll das nächste iPhone eine 8 Megapixel-Kamera bekommen, die bessere Bilder machen kann als die bislang verbauten Linsen. zumindest berichtet die DigiTimes, das Unternehmen Largan Precision sehe große Bestellungen auf sich zukommen.

Außerdem wird zur WWDC 2011, die vom 6. bis 10. Juni im Moscone Center in San Francisco stattfindet, die Vorstellung der 5. generation des Betriebssystems iOS erwartet. Unklar ist aber, ob das iPhone 3GS noch in den Genuss von iOS 5 kommen wird. Eldar Murtazin, Chefredakteur beim russischen Handy-Blog Mobile-Review, twitterte, das iPhone 3GS werde kein Update auf iOS 5 mehr erhalten, iPhone 4 hingegen schon:

[blackbirdpie url="http://twitter.com/#!/eldarmurtazin/status/72934581380198400"]

Apple äußerst sich zu diesem Gerücht wie immer nicht. MacRumors schätzt Murtazin jedoch als einen guten Informanten ein. Anwender, die sich ein iPhone 3GS gekauft haben, würden dann von dem Upgrade-Pfad abgeschnitten, auch wenn sie erst vor kurzer Zeit das gerät erstanden haben. Apple bietet iPhone 3GS derzeit als Einsteigermodell neben dem iPhone 4 an.

Kein “Wave&Pay” beim iPhone 5? – Apple verzichtet laut “Independent” auf NFC

Das iPhone 5 wird offenbar nicht als digitale Geldbörse verwendet werden können. Die britische Tageszeitung “Independent” berichtet, Apple werde die kommende iPhone-Generation nicht mit einem Chip für Near-field Communication (NFC) ausstatten. Das wollen die Zeitungsreporter von britischen Netzbetreibern erfahren haben. In den vergangenen Monaten war spekuliert worden, dass Apple das iPhone 5 mit einem NFC-Chip ausstatten wird, um dem Mobile Payment zum Durchbruch zu verhelfen.

Google hat in der aktuellen Version seines Smartphone-Betriebssystems Android eine Unterstützung für NFC eingebaut. Das Nexus S ist auch mit einem NFC-Mikroprozessor ausgestattet. Allerdings gibt es bislang kaum Anwendungen für NFC auf den Android-Handys.

Personal Hotspot auf dem iPhone mit iOS 4.3- Bedingungen bei Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus

Mit dem Update auf die aktuelle Betriebssystemsversion iOS 4.3 kann das iPhone 4 nun auch in einen WLAN-Router verwandelt werden. Apple erlaubt, dass drei Geräte die Datenverbindung des iPhone 4 zeitgleich via WLAN mitbenutzen. Drei Verbindungen werden über Bluetooth zugelassen, eine über USB. Maximal lässt sich jedoch mit fünf Geräten die UMTS-Verbindung teilen. Der Hotspot kann in den allgemeinen Einstellungen unter “Netzwerk” eingeschaltet und konfiguriert werden.

Ob man aber tatsächlich das iPhone als Personal Hotspot, bestimmen die Provider. Bei der Deutschen Telekom ist die Funktion bei den aktuellen Complete-Mobil-Tarife inklusive. Bei den älteren Verträgen kann man das Tethering mit der Option “Modem-Nutzung” für 5 bzw. 20 Euro Aufpreis pro Monat freischalten und damit das iPhone auch als persönlichen Hotspot nutzen. Dabei erhält man auch etwas Zusatz-Datenvolumen. Telekom-Kunden mit einem Altvertrag sollten bei dieser Gelegenheit aber überprüfen, ob sich nicht ohnehin ein Wechsel in die aktuellen Verträge lohnt.

Antwort der Telekom zur Frage nach den Tethering-Tarifen
Antwort der Telekom zur Frage nach den Tethering-Tarifen

Bei Telefónica O2 kann man Tethering bzw. der Personal Hotspot derzeit auch mit den Tarifen Internet-Pack M oder M+ problemlos nutzen, obwohl der Mobilfunkanbieter eigentlich für diese Funktion das größere Tarifpaket nternet-Pack L voraussetzt. Bei Fonic scheint es ebenfalls zu funktionieren.

Vodafone Deutschland kann das Tethering noch bis zum 31. März in den Tarifen “SuperFlat Internet” und “SuperFlat Internet Allnet” genutzt werden. Danach muss man die kostenpflichtige Option (“InternetPlus Flat”) buchen.

Base, simyo, Blau und weitere E-Plus-Reseller lassen ihre Kunden das iPhone als Personal Hotspot nutzen – dazu müssen in den Netzwerkeinstellungen die richtigen APN-Angaben eingetragenwerden, damit der Personal Hotspot in dem iPhone-Menü auftaucht.

Das iPhone 3GS unterstützt kein WLAN-Tethering, sondern bietet unter dem Personal Hotspot die gewohnte Tethering-Option via Bluetooth und USB.

Eine weitere WordPress-Seite